Zahlen, bitte!
Tim, Pia und Rossi sitzen gemeinsam am eichenen Tisch im “la Conchiglia”. Ein kleines italienisches Restaurant am Rand der Stadt. Tim sitzt gegenüber von Pia und Rossi. “Was nehmt ihr?” fragt Pia unentschlossen in die Runde.
Das Exit
Das Exit ist ein wundersamer Ort, an dem die Sorgen der Vergangenheit angehören. Man lebt, liebt und tanzt dort zu magischer Musik. Doch das Exit ist nicht für jedermann. Der Preis für den Einlass ist hoch, sagt man.
Der Dämon im Krankenhaus
Das Diensthandy klingelte. Ein Patient musste zu einer Untersuchung gebracht werden. Ich notierte die Daten auf meinem Notizblock, trank meinen Kaffee aus und Emma checkte noch ihre E-Mails. Anschließend nickte sie mir zu und wir verließen das Zimmer. Auf dem langen Korridor des Krankenhauses herrschte Ruhe. Um diese Zeit ist hauptsächlich die Pflege auf den Gängen.
Thunfischpaste to go
„Komm“, sagte Lea. „Gleich da vorn ist der türkische Markt. Da gibt's die beste Thunfischpaste.“ Er war überwältigt von der Kreuzberger Atmosphäre. Dem Guten und dem Schlechten. Es zog ihn aus der Krise. Er musste an Amsterdam denken, als er die steinerne Brücke sah, unter deren grünem Geländer die Spree sich schlängelte. Und die Straßenbahn, die in der Luft über seinen Kopf hinweg eilte, erinnerte ihn an Brooklyn. Breite Gassen mit Bars und Schnellimbissen. Darüber Wohneinheiten. Bierbänke auf dem Gehweg vor den Bars, Restaurants und Schnellimbissen. Aufsteller mit Menüpreisen, die einem den Weg versperrten. Dazwischen kleine Supermärkte mit Istanbul Flair. Wild gewachsenes Grün, das durch das Viertel wucherte. Ein Allerweltsort und dennoch besonders. Die Menschen machten den Unterschied.
Die Fremde
Mike stand am Flughafen vor dem geschlossenen Gate. Er hatte gerade seinen Flug nach New York verpasst, weil er zu lange in der Raucherlounge gesessen hatte. Sein Herz begann zu stechen. Ihm wurde heiß. Sein Puls begann zu rasen. Er schlug mit den Fäusten gegen die Sitzreihe vor ihm. Anschließend stampfte er, wie ein wildgewordener Bulle, im Kreis. Sein Kopf wurde rot. “So eine Scheisse”, schrie er, in einer Lautstärke, dass man es noch bis zur Landebahn hätte hören können. Manche der umstehenden Leute schauten sich das Szenario irritiert an. Andere waren belustigt. Ein junges Mädchen hielt die Handykamera drauf. Und ihre Freundinnen konnten sich das Lachen nicht verkneifen. Mike wurde in Minutenschnelle zur peinlichen Attraktion von Terminal A. In seinem Rausch zerriss er sein Ticket und warf es, wie buntes Konfetti, in die Luft. Als er gerade wutentbrannt gegen die Sitzreihe treten wollte, klopfte ihm ein bärtiger Security-Mitarbeiter auf die Schulter. “Ich würde sagen, dass es jetzt genug ist. Meinen Sie nicht auch?”, sagte er.